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Wie es mir bei Astrid erging

Erfahrungsbericht eines Porträtierten

Es begann mit einem Augenschmaus: Beim Surfen im Netz sah ich eine wunderschöne junge Frau, die gerade dabei war, ihrer Lebensfreude tänzerisch Ausdruck zu verleihen, als die Fotografin auf den Auslöser drückte. Genau im richtigen Augenblick. Beim Betrachten des Fotos, das ich durch Zufall entdeckte, meinte ich die fetzige Musik zu hören, zu der sich die Tänzerin mit fliegenden Haaren ausgelassen bewegte. Und obwohl sie nur mit einer zarten Kette bekleidet, ansonsten also nackt war, haftete dem Bild nichts Anstößiges an:

SONY DSC

Grund genug, in einer ruhigen Minute die Website der Bremer Fotografin Astrid Schulz (www.subwooferin.de) aufzurufen. Was ich dort erblickte, enttäuschte meine Erwartungen nicht. Menschen waren dort zu sehen, alt und jung, als Portrait oder Akt, mit Tattoos oder ohne, rausgegriffen aus dem prallen Leben – und alle blickten ohne Scheu in die Kamera. Da ich die Angewohnheit habe, schon beim bloßen Anblick eines Fotoapparates die Augen zusammenzukneifen und wie Quasimodo ein maskenhaftes Gesicht aufzusetzen, hoffte ich auf ein Wunder und bat um einen Portraitshooting-Termin.

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